Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20

Neben der Uraufgabe der Feuerwehr- der Brandbekämpfung hat sich das Aufgabenfeld in den letzten Jahren stark gewandelt. Durch den vorbeugenden Brandschutz entstehen Brände erst gar nicht und Rauchmelder sorgen durch die Früherkennung dafür das es meist bei einem Entstehungsbrand bleibt.

Heute sind es die technischen Hilfeleistungen, die den Großteil an Einsätzen ausmachen. Um diesem stetig wachsenden Aufgabenfeld gerecht zu werden, wurde in die Fahrzeugnorm das HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) aufgenommen.

HLF 20 beschreibt hier neben dem Volumen vom Löschwassertank (min. 2000l), auch die entsprechende Größe von 12t bis maximal 16t (teilw. auch 18t). Das HLF ist in der Feuerwehr Altwarmbüchen das Allroundfahrzeug, mit dem der Großteil der Einsätze abgearbeitet werden kann. Für diese Einsätze führt es umfangreiche Ausrüstung für den Erstangriff mit sich. Neben der Ausrüstung zur Brandbekämpfung mit Schläuchen, Strahlrohren, einer Wärmebildkamera zur Suche von Personen im Brandrauch und dem Drucklüfter, soll hier auf die technische Hilfeleistung eingegangen werden.

Für Unwetterlagen sind eine Schmutzwasserpumpe zum Auspumpen von z.B. Kellern und eine Kettensäge zum Entfernen von umgestürzten Bäumen verlastet.
Für das Einsatzszenario ‘‘Hilflose Person hinter verschlossener Tür‘‘ steht ein speziell Ausgestatteter Rucksack zum Öffnen der Zugänge zur Verfügung.
Bei Verkehrsunfällen stehen ein Hydraulikaggregat mit einer Rettungsschere, einem Spreizer sowie Hydraulikzylinder zum Befreien von eingeklemmten Personen aus allen Arten von Kraftfahrzeugen zur Verfügung.

Der am Fahrzeug angebaute Lichtmast sorgt bei Dunkelheit für eine Schnelle Ausleuchtung der Einsatzstelle. Für Bereiche die weiter vom Fahrzeug entfernt sind, ist ein mobiler Lichtmast mit an Bord. Den Strom für sämtliche elektrischen Geräte liefert ein 13Kva Stromerzeuger.

Zum Schneiden und trennen von Materialien sind große und kleine Akkutrennschleifer mit Diamantscheiben vorhanden.
Dies war nur ein kleiner Einblick in die Beladung des HLF, viele weitere Einsatzmittel die in der Aufzählung keinen Platz fanden, unterstützen uns bei der Bewältigung der unterschiedlichsten Einsatzlagen.

Datasheet zum Download

Technische Daten
  • Fahrgestell Iveco-Magirus 140 E 28 (~ 280 PS)
  • zulässiges Gesamtgewicht 14.000kg
  • Aufbau Magirus
  • Baujahr 2006
  • Funkrufname Florian Hannover-Land 31-48-1
  • Beladung weitgehend nach Norm
Fahrzeugbeladung
  • 1 Dräger Mini-Warn zw. Fahrer u. Beifahrer
  • 1 Wasserwerfer mit Zubehör
  • 4 Saugschläuche
  • 4-teilige Steckleiter
  • 3-teilige Schiebleiter
  • 1 Hebebaum
  • 1 Sprungretter Typ Lorsbach
  • 1 hydraulischer Spreizer
  • 1 hydraulische Rettungsschere